Blasenhals-effektive kontrollierte integrative Beckenbodentherapie nach dem "Junginger-Baessler-Konzept"


Quelle: physiotherapie-junginger.de
Quelle: physiotherapie-junginger.de

Diese Biofeedback-Methode wurde von der Urogynäkologin Frau PD Dr. Kaven Baesler und der Physiotherapeutin Frau Bärbel Junginger, cand. MSc./OMT entwickelt.

Beide sind heute in der Universitätsmedizin an der Charité in Berlin in der Forschung tätig und leiten Therapeuten in Weiterbildungen an. (Junginger-Baesler-Konzept)
Die wissenschaftliche Anerkennung dieser Therapiemaßnahme ist sehr hoch und hat sich in internationalen Studien bewiesen.


Während einer Beckenboden­aktivität muss eine Anhebung des Blasen­halses und eine Kompression der Harnröhre erfolgen. (De Lancey 1994)

Mit Hilfe des Ultraschalls werden diese Bewegungsabläufe zugleich sichtbar, die Bewegung des Muskels lässt sich beobachten und damit erhalten die Betroffenen mehr Sicherheit in seiner Aktivierung.

 

Für weitere Informationen und aktuelle Studien über das Junginger-Baesler-Konzept lesen Sie bitte hier: www.physiotherapie-junginger.de oder in aktuellen Fachzeitschriften. 

 

 

 

Beckenbodentherapie und DRUS - In unserer Praxis

        
In der therapeutischen Behandlung werden Funktionen und Dysfunktionen des Beckenbodens mittels Anamnese und Untersuchung und mit gezielter Kontrolle durch Dynamischem Rehabilitativem UltraSchall (DRUS) in Form eines Biofeedbackverfahrens analysiert und behandelt.

Der Ultraschall beurteilt als wichtigstes Instrument dieses Verfahrens die Qualität und Quantität der muskulären Kontraktion (Anspannung) der Beckenbodenmuskulatur.

In der Regel werden nur drei Doppelbehandlungen (6 Therapieeinheiten) benötigt, um die korrekte Anspannung zu erlernen, weitere Übungen können dann allein in allen Alltagssituationen durchgeführt werden und bedürfen - außer einer guten Selbstwahrnehmung - keinen zusätzlichen Aufwand.
Das Ziel der Behandlung ist das eigenständige Üben bei korrekter Anspannung der Muskulatur. 

In den ersten zwei Behandlungseinheiten (1. Doppelbehandlung) wird nach der Anamnese primär die tiefe Bauchmuskelschicht (M. transversus abdominis) mittels Ultraschall sichtbar gemacht, da dieser als Co-Synergist der Beckenbodenmuskulatur gilt. Dies konnte in wissenschaftlichen Studien bewiesen werden. 
Für diesen Muskel wird eine gute Kontrolle eingeübt. Bis zur zweiten Doppelbehandlung soll dann diese Kontraktion intensiv geübt werden.

In der folgenden zweiten Doppelbehandlung wird nach einer kurzen Erläuterung der Strukturen - sowohl am Beckenmodell und im Ultraschallbild - primär die Kontraktion des M. transversus abdominis überprüft und anschließend ein perinealer (vom Damm aus) Ultraschall durchgeführt.
Dabei soll die Patientin eine Beckenbodenkontraktion durchführen. Im Bild wird die korrekte oder fehlerhafte Beckenbodenkontraktion (Anspannung) sichtbar. Letztere kann dadurch sehr schnell erkannt werden und eine korrekte Anspannung eingeübt werden. 

Die letzte Behandlungseinheit beinhaltet eine Kontrolle der zuvor beschriebenen Strukturen und das weitere Procedere wird besprochen. Möglicherweise kann die Therapie bei guter Kontraktion in wenigen Monaten nochmals überprüft werden. 

 

In einige Fällen kann es sinnvoll sein eine Behandlung des Rückens oder des Beckens/ISG anzuschließen, da auch bei chronischen LWS-Beschwerden eine Beckenbodenschwäche entstehen - oder das Wirbelsäulenproblem unterhalten kann.
Bei chronischen LWS-Beschwerden ist u.a. die korrekte Kontraktion des M. transversus abdominis oft der Schlüssel zum Erfolg eines schmerzfreien oder schmerzarmen Alltag. (Lesen Sie gerne unter dem Link mehr zu diesem Thema!)

 

Leider ist der dynamisch rehabilitative Ultraschall bisher keine Kassenleistung und muss durch die Patientin/den Patient privat getragen werden. 

Private Krankenkassen erstatten die Therapie in Einzelfällen. 

 

Information zur Rezeptierung

Die Ausstellung eines Kassenrezeptes (Heilmittelverordnung 13) erfolgt im Rahmen des Heilmittelkataloges (Erstverordnung/Folgeverordnung) mit den üblichen Indikationsschlüsseln (SO2), sowie einer Diagnose und einem entsprechenden ICD 10-Code.

Die einzelnen Therapieeinheiten sind sehr umfangreich und helfen einem besseren Verständnis und fördern dadurch auch die Compliance, deshalb sind primär drei Doppelbehandlungen sinnvoll. 

 

Für die Therapie wäre folgende Rezeptierung nötig (Gesetzliche Krankenkasse):

(Bitte den Wortlaut bei den Kassenrezepten exakt übernehmen!)

6 x Krankengymnastik (3 Doppelbehandlungen) 

Die private Verordnung sollte wie folgt ausgestellt werden:
6 x Krankengymnastik (3 Doppelbehandlungen) 
3 x Dynamischer Ultraschall (Biofeedback)

 

Da die Abrechnungsposition "Dynamischer Ultraschall/Biofeedback" im Rahmen der gesetzlichen Verordnung nicht existiert, kann diese nur bei den privaten Rezepten ausgestellt werden.
Private Versicherungen können die Behandlungskosten übernehmen. Bitte vorher nachfragen!