ISG-Dysfunktion/Iliosakralgelenks-Dysfunktionen


Diese Beschwerden sind so häufig, dass die EU eine eigens für dieses Thema geschaffene Arbeitsgruppe unterhält, die:


"European Working Group 4, for Pelvic Girdle Pain"

 

Sie hat Richtlinien erlassen um den Beckenschmerz zu erfassen und zu Kategorisieren. Daraus entstand ein wesentlicher, evidenzbasierter (wissenschatlich belegter) Ansatz auch für die Manuelle Therapie, für die Vorgehensweise bei chronischen tiefen Rückenschmerzen, bedingt durch das ISG. 

Folgen Sie dem Link und Lesen die Guidelines:

 

European guidelines for the diagnosis and treatment of pelvic girdle pain.

 

 

Die ISG-Gelenkblockierung kann häufig auch asymptomatisch verlaufen, eine Ursache liegt möglichwerweise jahrelang zurück und kann vom Körper kompensiert werden. Es gibt eine Vielzahl an Studien, die dieses untersucht haben.
Der Einfluss auf die Statik des Körpers und auf mögliche andere Beschwerden der Wirbelsäule und der Gelenke wurde bereits häufig gesehen.

Empirische Betrachtungen weisen darauf hin, dass viele Beschwerden, z.B. an den Kopfgelenken (Verbindung zwischen Kopf, 1. Halswirbel und 2. Halswirbel = Occiput/Atlas/Axis) in direktem Zusammenhang mit dem Becken stehen könnten. Auch Schmerzen im Kniegelenk und den Fußgelenken sind ein häufiges Resultat von ISG-Blockierungen besonders, wenn dort eine Untersuchung der dazugehörenden Strukturen (z.B. durch eine Kernspintomografie (MRT)) negativ verlief, oder die Probleme des Patienten nicht erklärt. 
Manualtherapeuten behandeln häufig diese asymptomatische Bewegungseinschränkung am ISG und stellen hierdurch eine deutliche Verbesserung der Beschwerden und der Statik beim Patienten fest. 
Eine weitere Ursache für z.B. rezidivierend (wiederkehrend) auftretende Blockierungen anderer Wirbelsäulenabschnitte könnte in einem blockierten Kreuz-Darmbein-Gelenk liegen.
Deshalb ist diese Behandlung der Statik auch ein wichtiger Baustein, die häufig zum Erfolg in der Manualtherapie/OMT führt.