Impingement des Hüftgelenkes


Das Impingement-Syndrom des Hüftgelenkes betrifft vor allem die "Gelenklippe", das "Labrum". 
Beim Hüftgelenk handelt es sich in der Regel um ein "femoro-acetabuläres" Impingement, das durch unvollständige Kongruenz von Hüftkopf (Caput femoris) und Hüftpfanne (Acetabulum) zustande kommt.  

Man unterscheidet bei der Hüfte das Beißzangen- oder Pincer-Impingement sowie das Nockenwellen- oder Cam-Impingement. Ersteres geht von der Gelenkspfanne aus und betrifft vor allem Frauen. Letzterem liegt ein zu großer Hüftkopf zugrunde und tritt häufiger bei Männern auf.

Diese Erkrankungen treten in der Regel in jungen Jahren auf. Sie können unterstützend durch Mobilisationen des Gelenkes mit manueller Therapie und Trainingstherapie sowie Dehnungen der hüftumgreifenden Muskulatur behandelt werden. Oft steht auch eine Problematik im Beckengelenk (Kreuzdarmbeingelenk/ISG) im Hintergund, welches bei einer Rotationsfehlstellung die Beschwerden fördern kann. 

In den letzten Jahren wurde die Impingementsymptomatik von chirurgischer Seite zunehmend miokrochirurgisch operativ (Arthroskopie = Gelenkspiegelung) behandelt.

Als Folge eines Impingmentsyndroms kann die Arthrose stehen, welche in frühen Stadien dieselbe Behandlung durchläuft wie eine Impingementsymptomatik, im Endstadium jedoch im künstlichen Gelenkersatz endet.

Die Entscheidung zu einer Hüftgelenksendoprothese sollte gut bedacht werden, häufig kann man die Operation noch einige Jahr mit einer speziell dosierten Manualtherapie und Trainingstherapie hinauszögern.

 

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