Therapien


Foto: Martin Thiel
Foto: Martin Thiel

Hier bekommen Sie einen Überblick über unser Therapieangebot.

 

Unser Spezialgebiet der Physiotherapie, die Orthopädische Manuelle/Manipulative Therapie befasst sich mit der exakten Untersuchung, Dokumentation und Behandlung von Störungen am Bewegungsapparat durch Manuelle Techniken und Methoden.
Das Ziel, die Aktivitäten des täglichen Lebens und/oder sportliche Aktivitäten wieder leichter durchführen zu können, steht im Vordergrund. Dabei wird auf die Wiederherstellung der Funktion und die Schmerzlinderung geachtet. Dies kann u. a. Gelenke (Knorpel), Muskulatur, Nerven, Faszien, Organe und auch das zentrale Nervensystem (ZNS) betreffen.

 

In Deutschland gibt es mehrere Ausbildungsstätten für OMT.  Der derzeit größte ist die DFOMT (Deutsche Fachgruppe für orthopädische Manuelle/Manipulative Therapie) an der in unserer Praxis die meisten Therapeuten ihre Weiterbildung absolviert haben.

Die Weiterbildungen stellen den Denkprozess, das eigenreflektierte, therapeutische Handeln und Entscheiden (= Bestätigen und Verwerfen von Hypothesen) in den Vordergrund. Auf eine hohe Qualität der Kommunikation wird Wert gelegt.

Zu Beginn der Therapie steht eine hochwertige physiotherapeutische/manualtherapeutische Diagnosestellung/Befundung an erster Stelle. 

Bereits in der Anamnese (der genauen Befragung) werden erste Hypothese für die Ursache der Erkrankung aufgestellt.  werden. Die Geschichte des Problems, die tägliche Arbeit, andere möglichen Einflüsse, wie z. B. Operationen oder Vorerkrankungen werden evaluiert. Anhand der Schmerzlokalisation, der Schmerzqualität und der Schmerzdynamik werden Schlüsse über die weiteren therapeutischen Handlungs- und Entscheidungswege getroffen.

Der wichtige zweite Schritt betrifft die klinische Untersuchung des Bewegungsapparates, geleitet aus den Erkenntnissen der Befragung. Gelenke, Muskeln, Nerven (peripher und zentral) und Organsysteme werden hinsichtlich ihrer qualitativen Funktion/Dysfunktion, Leitungsfähigkeit (Nerv) und Mobilität mit wissenschaftlich fundierten und validierten manualtherpeutischen Tests beurteilt.
Die im Studium erworbenen theoretischen Kenntnisse der Physiologie, Anatomie, Pathologie, sowie die der einzelnen klinischen Fächer helfen die individuell geeignete Auswahl der Therapiemaßnahmen zu treffen.

 

Die aus der  Befragung und Untersuchung gewonnen Informationen bestimmen das weitere Vorgehen. Unterschiedliche Methoden mit unterschiedlicher Intensität kommen zur Anwendung, wie zum Beispiel:

  • manuelle Gelenkmobilisationen (Kompression, Traktion, translatorisches Gleiten, Separationstechniken)
    Dehntechniken von Bindegewebe (muskuläre- oder Fasziensysteme)
  • Gleit-Spannungs = Mobilisationstechniken für periphere Nerven
  • Therapeutische Übungen und (Stabilisations-)Training
  • Erklären und Umgang von und mit dem Schmerzmechanismus
    • Schulung von eigenverantwortlichem Umgang mit chronischem Schmerzgeschehen (in Vortragsabend) 
    • Muskelkräftigung und Verbesserung der Koordination
    • Informationen und praktische Schulungen von Bewegungsabläufen, die den Beruf, den Alltag oder den Sport betreffen
    • Unterstützung zur Selbsthilfe und Motivation
Mit diesem Denken verharren wir nicht starr an einer Struktur, sondern wir integrieren unser Wissen um mögliche "beitragende Faktoren" in die therapeutische Vorgehensweise. Das bedeutet, dass z .B. bei einschlafenden Händen oder Füßen auch die Wirbelsäule und die Gleitfähigkeit von Nerven untersucht und behandelt werden.
Dies führt zu einer bestmöglichen Wiederherstellung der Funktion des Bewegungsapparates, welche häufig eine deutliche Schmerzlinderung mit sich bringt. Weiterhin werden auch psychosoziale Komponenten mitgedacht, um zumindest negative Einflüsse zu identifizieren. Es kann auch sein, dass Informationen über Schmerzmechanismen bereits helfen können oder die Ursache für die Rückenschmerzen ein "falsches  -ungeübtes- Heben" (z.B. bei pflegenden Angehörigen) eine Rolle spielt. Die körperlichen Beschwerden werden durch uns bestmöglich therapiert, zusätzliche psychosoziale Belastungen mit dem Patienten erörtert und eine Möglichkeit gefunden diese ebenfalls einer adäquaten Therapie zuzuführen. 
So sind wir darauf bedacht, dass wir durch unsere Erfahrung, der Integration neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und durch unser hohes Engagement, unseren Patientinnen und Patienten die geeignete und individuell angepasste Therapie zukommen lassen. Damit sollte der größtmögliche Behandlungserfolg innerhalb kurzer Zeit erreicht, oder dem Patienten eine aussichtsreiche Perspektive vermittelt werden.

 

Häufige Indikationsbereiche in der Orthopädischen Manuellen Therapie sind:

  • Bandscheibenvorfall (LWS, HWS) mit und ohne sensomotorischem Defizit
  • Nervenschädigung/Irritationen (peripher) z. B. Carpaltunnelsyndrom, Ischiasnerv
  • Degenerative Abnutzungserscheinungen der Wirbelsäule (Steifigkeit und Verspannungen der Halswirbelsäule) und der peripheren Gelenke (=Coxarthrose, Gonarthrose)
  • Schulterverletzungen (mit und ohne Operation), Degeneration der Sehnen, Instabilitäten, Schleimbeutelentzündungen ( = Impingementsyndrom)
  • Folgeerscheinungen nach Unfällen (z. B. Steifigkeit, Kraftdefizit)
  • Knieverletzungen (Kreuzband, Meniskusschäden, Knorpelschaden) mit und ohne Operation
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Kieferprobleme (hier kommt zusätzlich die CRAFTA® Therapie zum Einsatz)
  • Tennisellenbogen/Golfer-Ellenbogen, Bänderrisse am Fuß etc.
  • Muskuläre Schwäche allgemein oder lokal

Das zuvor besprochene Therapieziel ist es das bestmögliche Ergebnis nach einer Verletzung/Erkrankung zu erreichen. Dazu gehört auch die medizinische Trainingstherapie, die oft bereits sehr früh Mitbestandteil der Manuelle Therapie sein kann. 
Die Trainingstherapie bedeutet für den Patienten eine eigenverantwortliche Therapiegestaltung und verlangt eine hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und kann auch zu Hause durchgeführt werden.
Sollten Sie lieber in einer Gruppe trainieren, können wir Ihnen auch hier eine Lösung anbieten. 

 

Sprechen Sie uns an, Ihr Körper sollte es Ihnen Wert sein!