Elektrotherapeutische Maßnahmen


Verordnung "Elektrotherapie"

Elektrotherapie oder Elektromedizin ist die Bezeichnung für therapeutische Anwendungen von elektrischem Strom in der Medizin und in der Physikalischen Therapie. Für einige der Verfahren werden synonym auch die Begriffe Reizstromtherapie oder Feinstromtherapie benutzt.

Gemeinsam ist diesen Verfahren, dass während der Anwendung Gleich- oder Wechselströme den Körper oder Körperteile durchfließen. Die entsprechenden Spannungen werden entweder über mit der Hautoberfläche leitend verbundene Elektroden zugeführt oder über Elektroden in einem Wasserbad. 
(Abrechnung mittels Heilmittelverordnung nach Maßgabe des Heilmittelkataloges. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Die Verordnung muss als "Elektrotherapie" vom Arzt ausgestellt werden, eine Abrechnung über die Gebührenordnung für Heilpraktiker ist ebenfalls möglich.) 

 

Verordnung "Iontophorese"

Eine Sonderform stellt auch die Iontophorese von Arzneistoffen über die Haut dar. Durch eine vorhandene elektrische Ladung eines Medikamentes kann dieses im elektrischen Feld in das Gewebe transportiert werden. Der Effekt kann dazu führen, dass ein Vielfaches an entsprechenden Arzneistoffen in kürzerer Zeit ins Gewebe gelangen, als wenn diese auf die Haut aufgetragen werden. Die Verteilung des Medikamentenwirkstoffes geschieht über die in der Haut liegenden Blutgefäße.

(Abrechnung mittels Heilmittelverordnung nach Maßgabe des Heilmittelkataloges. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Die Verordnung muss als "Iontophorese" vom Arzt ausgestellt werden, eine Abrechnung über die Gebührenordnung für Heilpraktiker ist ebenfalls möglich.) 

 

Verordnung "Elektrotherapie nach Lähmungen"

Eine dritte Form stellt die Behandlung der Elektrostimulation bei Lähmungen dar. Beim Ausfall von Nerven in der Peripherie des Körpers, z. B. nach einem Unfall oder auch nach einem Badscheibenvorfall, also besonders an Armen und Beinen, kommt es zum Abbau von Muskelzellen des vom geschädigten Nerv versorgten Muskels. Um dies zu vermeiden, werden während einer Therapiesitzung Elektroden angebracht und mit geringen Stromimpulsen (Reizstrom) die Funktion des betroffenen Nerven stimuliert. Dadurch bewegt sich der bedrohte Muskel wieder und atrophiert (abschwächt) weniger rasch.

Die Muskeln reagieren je nach Dauer der Denervierung auf verschiedene Stromarten unterschiedlich gut. Im Allgemeinen werden bei längerbestehenden Denervationen mit Exponentialströmen mit relativ langen Dreieckimpulsen die besten Ergebnisse erzielt, weil die Muskeln nur noch auf längere Stromimpulse ansprechen. Es werden Dreieckimpulse eingesetzt, weil die gesunde Muskulatur wegen der noch vorhandenen Adaptationsfähigkeit nicht auf diese Impulsform anspricht. Doch auch Faradisation und Rechteckstromkommen zum Einsatz. Konstanter Gleichstrom (Galvanisation genannt) kann keine Kontraktionen auslösen.

Quelle: Wikipedia, Juni 2013 und eigen